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Ab
der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts wurden die hölzernen Zahnräder
durch Messingräder ersetzt. Wesentlichen Einfluss auf den Übergang
vom Holzwerk zum Holz-Messingwerk, hatten konstruktive Veränderungen,
vor allem an der Gangregler-Hemmung. Waaguhren mit Spindelhemmung wurden
im Schwarzwald noch in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts
gebaut. Uhren mit Vorderpendel ("Kurzschwanzpendel") etwa
zwischen 1740 und 1820. Die ersten Uhren mit längerem Schwerkraftpendel,
im 19. Jahrhundert normal üblich, kamen nach 1750 auf.
Auf dem Weg zur Massenfertigung
In der Anfangszeit benötigte ein Uhrmacher zur Fertigstellung einer
einfachen Uhr ungefähr eine Woche. Um 1780 hingegen konnten zwei
Personen in einer Woche 10 derartige Uhren herstellen. Noch 1840/50
galt die Faustregel, dass drei Personen (Meister, Geselle, Lehrling)
in der Woche 18 Uhren ähnlicher Bauart produzieren konnten. Zwei
Arbeitsgeräte hatten wesentlichen Anteil an diesem Fortschritt:
Zahnstuhl und Spindelbohrer. Mit dem Zahnstuhl wurde die mühsame
und zeitraubende Herstellung der Zahnräder mechanisiert und der
Spindelbohrer vereinfachte die Produktion der laternenartigen Triebe.
Auch Grundzüge der Arbeitsteilung verkürzten bereits schon
im 18. Jahrhundert Produktionszeit und -aufwand. Klassische Nebengewerbe
waren die Gestellmacher, die Schildmaler, die Gießer und die Werkzeugmacher.
Dabei hat sich im 19. Jahrhundert die Gruppe der Schildermaler besonders
stark vergrößert. Neu dazu kamen etwas später noch die
Uhrkettenmacher, die Tonfedermacher und die Räderdreher. Das Verhältnis
zwischen Uhrmachern im engeren Sinne und Nebengewerbetreibenden betrug
2:1 (um 1840).
Etwa 50% der Schwarzwälder Gesamtproduktion entfiel vor Mitte des
19. Jahrhunderts auf die große 24-Stunden-Uhr mit Holzlackschild
und Schlagwerk. Damit wurde dieser Uhrentyp zu einem Kennzeichen der
hausgewerblichen Uhrmacherei des Schwarzwaldes.
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